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Geschichte des Schröpfens
Das erste historisch belegbare Zeugnis für die ärztliche
Verwendung des Schröpfens fand man auf einem Arztsiegel aus der Zeit um
3300 vor Christus.
Das Schröpfen war und ist auch heute noch in vielen
Kulturen eine anerkannte Heilmethode, wie z.B. in Indien, Ägypten, China
und im alten Griechenland. Dort gab es mit Telesphorus sogar einen Gott des
Schröpfens. Hippokrates gab detaillierte Anweisungen zum Schröpfen
und eine theoretische Begründung für dieses Verfahren
heraus.
Bis kurz nach Christi Geburt wurden Schröpfköpfe nur
an den Stellen des Körpers angesetzt, die auch erkrankt waren. Erst
Galenos von Pergamon beschreibt das Schröpfen von Körperregionen, die
weit entfernt vom Krankheitsgeschehen lagen.
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Gefunden im Grab
eines römischen Arztes in Bingen. Der Fund stammt etwa aus dem 2. Jh. nach
Christus. In die Kugeln wurde ölgetränkte Watte gestopft und
angezündet. Nachdem das Instrument eine gewisse Temperatur hatte, wurde
die Watte wieder entfernt. Die Glocke wurde fest auf die Haut aufgesetzt. Der
Unterdruck sollte Eiter und Blut herausholen. |
Ab dem 11.Jahrhundert nach Christus gab es dann berühmte
arabische Ärzteschulen, die das Schröpfen als Therapie lehrten. Im
klassischen Griechenland war das Schröpfen sogar so geschätzt, dass
die Schröpfglocke zum Emblem des Arztes wurde.
Seit man die Reflexzonen, d.h. die Verwandtschaft bestimmter
Hautstellen mit inneren Organen genau kennt, ist das Schröpfen auf ein
wissenschaftliches Fundament gestellt und zu einer wirklich heilenden Kunst
geworden.
Wurden in der Anfangszeit noch Kuhhörner verwendet oder
etwas später dann Gläser erhitzt um ein Vakuum in einem Hohlraum zu
erzeugen, werden heutzutage Schröpfköpfe und Massageformgriffe durch
modernste Vakuumgeräte betrieben.
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